Täglicher Archiv: Dabben

Female und Male – Welcher Nagel zu welcher Rig?

EHLE Oil Rig
Männliche Rig, weiblicher Dome
Immer wieder erreichen uns Kundenanfragen bezüglich der Anschlüsse an unseren Rigs oder Mails. Nicht jeder hat dabei verstanden, was die Bezeichnungen genau bedeuten und es gab schon einige Enttäuschungen, wenn Kunden einen falschen Nagel zur Rig/Bong bestellt haben. Daher wollen wir kurz die Unterschiede klären!

Beim Kauf muss man zum einem die korrekte Größe beachten. In der Regel sind Rigs mit einem 10er, 14,4er oder 18,8er Schliff ausgestattet. Da man beim Dabben zu kleinen Rigs neigt, geht der Trend eindeutig in die kleinere Richtung, im Gegensatz zur klassischen Bongs, wo man oft einen “guten Durchzug” wünschenswert findet.

Daneben muss noch das korrekte “Geschlecht” gewählt werden. Sowohl bei Rigs als auch bei Nägeln gibt es weibliche (Female) und männliche (Male) Schliffe. In diesem Fall müsst Ihr Euch ausnahmsweise mal nicht für Eure schmutzigen Gedanken schämen, denn hier ist genau das gemeint, wonach es sich anhört: Male steckt man IN Female rein. Also: Ein Female-Nagel steckt man AUF eine Male Rig und einen Male-Nagel steckt man IN eine Female-Rig. Ganz einfach, oder?

Male-Schliff (zum Reinstecken)
Male-Schliff (zum Reinstecken)
Female-Schiff zum besteckt werden
Female-Schiff zum besteckt werden
Übrigens haben wir für alle, die immer noch ein wenig verwirrt sind  unsere Produktbeschreibungen angepasst, so dass man mit einem Klick welche Rig zu welchem Nagel passt. Damit es keine Überraschungen mehr gibt.

Warum überhaupt das Chaos, früher war doch auch alles einfacher, oder? Nun ja, das ist eigentlich ganz einfach: Beim klassischen Bongrauchen hat man in der Regel ein Chillum gehabt, das man IN die Bong gesteckt hat. Am Normschliff war dann die Verlängerung  dran, die in der Wasser eintauchte. Als dann die Domes und Titannägel auftauchten, musste man den Nagel IN den Schliff stecken und den Dome DARÜBER. Für diese Methode eignen sich Bongs/Rigs mit einem Male Schliff einfach besser. Bei Domeless-Nägeln ist es zwar eigentlich irrelevant, aber auch hier hat sich die “neue” Variante mit den männlichen Rigs durchgesetzt. Bei dabbing.de gibt es Nägel für beide Varianten, so dass ihr Eure neue Rig oder Eure alte Bong mit Eurem Wunschnagel ausstatten könnt.

VapePens statt dabben?

Puffco Pro

Es ist nicht nicht lange her, da war das Dabben der “neue heiße Scheiß” und der Gasbrenner hat den Grinder als Lieblingstool des modernen Kiffers abgelöst. Doch heute greift ein Trend immer weiter um sich und dabbing.de ist mit dabei: VapePens.

Beim klassischen Vaporisieren kann man grob behaupten: Size does matter! Ein Vaporizer muss einfach eine ausreichende Größe haben, um ein perfektes Dampferlebnis zu bieten. Es gab schon immer Mini-Geräte, doch mit Verlaub: Die meisten sind doch echt für die Tonne. Halbwegs passable Handgeräte haben mindestens die Größe von Opas altem Braun-Rasierer und wenn man mal ganz ehrlich ist: Sie bieten nicht dieselbe Dampfqualität wie große Tischgeräte. Wie gesagt: Auf die Größe kommt es an.

Doch die (R)evolution in der Branche, die durch hochwertige Konzentrate ausgelöst wurde, hat die Karten nochmal komplett neu gemischt. Konzentrate lassen sich mit deutlich weniger Aufwand verdampfen als die Wirkstoffe in Kräutern. Und somit wurde auch die Möglichkeit geschaffen, hochwertige Verdampfer in Stiftform, die sogenannten VapePens, zu konstruieren. Aber auch hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Neben einigen wenigen gut bis sehr gut funktionierenden Geräten, gibt es auch eine Menge Müll auf dem Markt. Gerade bei den billigen Geräten fällt oft ein starker Plastikgeschmack auf, die Rauchentwicklung ist zu gering oder teilweise gar nicht vorhanden. Bei solchen Geräten gilt die Devise: Wer billig kauft, kauft zweimal. Oder eben gar nicht mehr. Dabei haben VapePens ein gigantisches Potential: Sie sind dezent, sie sind effizient und sie lassen sich mit so viel Strom und Konzentrat füllen, dass Ihr und Eure Freunde mindestens einen Abend was davon haben könnt. Mit nur einer Füllung. Und das auch bei starkem Wind!

Uns war das Thema VapePens immer sehr wichtig. Wir mussten selbst nur allzu oft die Erfahrung machen, dass es eine Menge Scheiße auf dem Markt gibt. Diese wollen wir unseren Kunden ersparen, weshalb wir unsere Produktauswahl sehr beschränken.

Unser erster und lange Zeit einziger Pen im Sortiment war der Atmos RX jr.. Er überzeugt uns auch heute noch in Dampfentwicklung, Geschmack und Wirkung. Mittlerweile gehört er für uns in die Einstiegskategorie, wir können ihn aber weiterhin Bedingungslos empfehlen, gerade auch wegen des günstigen Einstiegspreises. Die große, waagerechte Heizspirale macht ihn auch heute noch einzigartig. Pro-Tipp zur Benutzung: Einen kompletten Heizdurchgang vorheizen, dabei den Pen mit dem Mundstück nach oben halten. So kann die Heizspirale vorheizen und das Konzentrat nach unten fließen. Beim zweiten Heizvorgang dann Inhalieren und ihr bekommt ein vollwertiges Dabbing-Erlebnis. Versprochen!

Dr. Dabber GhostSpäter kam dann noch der Dr. Dabber Ghost dazu. Dieses Gerät richtet sich vor allem an medizinische Anwender. Hochwertige Materialien werden hier mit einer intelligenten Elektronik kombiniert, die den Ghost zum weltweit ersten “Low-Temp-VapePen” machten. Reduzierte Temperatur erzeugt einen milderen Dampf, der besonders aromatisch ist. Feinschmecker dürfte das überzeugen! Vorheizen ist hier nicht notwendig, die Temperatur wird bereits beim ersten Durchgang erreicht.

Der Dr. Dabber Light steht seinem großen Bruder in nichts nach: Die selben hochwertigen Materialen, die selbe Low-Temp-Technologie, aber kleinere Kammer, kleinere Batterie und kleinerer Preis.

Unser Neuzugang ist der Puffco Pro, ein echter Allrounder unter den VapePens. Hier kann der Anwender unter drei voreingestellten Temperaturen wählen um sein persönliches Konsumerlebnis zu erreichen: Von Low-Temp für den Connoisseur und medizinischen Anwender bis hin zur hohen Temperatur für diejenigen unter Euch, die gerne die volle Kraft der Konzentrate spüren wollen. Die hochwertige Materialen runden das Erlebnis ab. Nicht umsonst wurde der Puffco Pro zum besten VapePen 2015 vom Hightimes Magazin gewählt (achtet auch mal auf den zweiten Platz!) und wurde jetzt gerade erst zum besten Vaporizer auf dem Medical Cannabis Cup in Michigan gewählt.

Damit ihr möglichst lange etwas von Euren Pens habt, möchten wir Euch ein paar Tipps zum richtigen Umgang geben:

Puffco ProVerwendet ausschließlich Konzentrate in Euren Pens. Kräuter funktionieren kaum bis gar nicht und verschmutzen den Atomizer (Brennkammer) stark bzw. können diese zerstören. Selbst Pens, die für die Verwendung von Kräutern “geeignet” sind, sollte man nicht verschmutzen. Verdampfen können sie die Kräuter eh nicht, sie sind eher elektronische Pfeifen als Vaporizer. Daher: Nur Konzentrate. Und am besten nur hochreine Konzentrate, die Rückstandsfrei verdampfen können.

Bitte transportiert Euren Pen immer in einer geeigneten Verpackung. Bitte schmeisst ihn nicht einfach so in den Rucksack oder der Jackentasche. Nur so verhindert ihr zuverlässig, dass Staub oder kleine Härchen in den Atomizer durch das Mundstück geraten. Alles haftet an den Konzentratrückständen und trübt das Geschmackserlebnis immens. Gerade noch schmeckte Euer Pen noch lecker aromatisch nach Eurem Extrakt, mit ein wenig Staub allerdings verzieht auch der hartgesottenste Konsument den Mundwinkel. Unsere Empfehlung: KindTrays sehen verdammt edel aus (und sind es auch!) und schützen Euer Schätzchen vor Dreck und äußerlicher Gewalt.

Tragt das Konzentrat bitte niemals direkt auf die Heizspirale auf, sondern immer nur auf den Keramikrand. Die Spirale ist zu empfindlich und kann leicht zerstört werden. Temperatur und Schwerkraft sorgen schon dafür, dass das Konzentrat dorthin wandert, wo es sein soll.

Eine Reinigung ist bei sachgemäßen Gebrauch praktisch nicht möglich. Äußerliche Verschmutzungen können leicht mit Alkoholpads entfernt werden.

Auch weiterhin werden wir den Markt beobachten und Produkte testen. Verkaufen werden wir allerdings nur Geräte, die uns selbst überzeugen können.

Kanada erlaubt medizinische Extrakte

In Kanada wurden jetzt neben medizinischen Cannabis-Blüten auch Extrakte erlaubt. Wir halten dies für einen wichtigen Schritt, denn das Dabben von Cannabisextrakten birgt ein hohes medizinisches Potential. Weitere Details im Quelllink.

Schön wäre es, wenn auch hierzulande das medizinische Cannabisprogramm um Extrakte erweitert würde, denn viele Patienten sind alleine schon körperlich nicht mehr in der Lage dazu, sich selbst Extrakte herzustellen.

Quelle: Medijuana

Konzentrate richtig purgen

FullSizeRenderWer beim Dabben viel Wert auf ein exzellentes Konzentrat legt, hat bei der Herstellung viele Stellschrauben zur Verfügung, an denen er drehen muss, um zu einem perfekten Ergebnis zu kommen. Das fängt bei der Wahl des Quellenmaterials an, geht bei der Auswahl der Lösungsmittel weiter, erfordert stets ein konzentriertes und sauberes Arbeiten und hört letztendlich beim Trocknungsprozess, dem “Purging” auf.

Um sein Extrakt von allen Lösemittelrückständen zu befreien gibt es verschiedene Techniken. Die einfachste und günstigste ist das Warten. Irgendwann sind einfach alle flüchtigen Bestandteile verdampft. Die Gefahr dabei ist natürlich, dass das Konzentrat dabei verunreinigt wird (z.B. Einschluss von Staub) und sein wir doch mal ehrlich: Ungeduld ist der größte Feind der Zeit… Aber es gibt auch Techniken, wie man die Trocknung beschleunigen kann: So gibt es beispielsweise das Trocknen mittels hoher Temperatur (“Heat-Purging”), was den großen Nachteil hat, dass hierdurch zu viele Terpene verdampfen, das Trocknen mittels Ultraschall und die beste Variante: Das Trocknen mittels einer Vakuumkammer (Chamber).

Viele wissen nicht genau, wie das Vakuumieren genau funktioniert, daher möchte ich Euch mal ein paar Tipps geben, um gravierende Fehler zu vermeiden und zu einem optimalen Endergebnis zu gelangen.

Zuerst einmal sei das grobe Funktionsprinzip erklärt, denn viele Dabheads sind sich nicht klaren, was in der  Chamber genau passiert. Dazu erinnern wir uns einmal an den Physikunterricht, Thema Aggregatzustände. Euer Lehrer hat Euch da bestimmt erzählt, dass auf dem Mount Everest Wasser bereits bei ca. 70°C kocht. Dies liegt an dem geringen Druck in luftiger Höhe. Je geringer ein Druck, desto geringer der Siedepunkt von Flüssigkeiten. Genau diesen Effekt macht man sich beim “Vaccum Purging” zu nutzen. Der Druck in der Chamber wird radikal gesenkt, was dazu führt, dass die Lösemittel im Konzenrat bereits bei niedriger Temperatur kochen und schneller ausdampfen.

Ganz grob gesagt kann man also sagen, dass man sein Extrakt in eine Vakuumkammer stecken soll, bei leicht erhöhter Temperatur unter Vakuum eine zeitlang warten muss und fertig ist der/das Shatter.

Allerdings gibt es Einiges, auf das man achten sollte und muss! Die allerwichtigste Regel lautet:

Niemals ein Vakuum mit einer ausgeschalteten Pumpe verbinden !!!11einseinself

Immer erst Vakuum ablassen, bevor man das Ventil zur Pumpe öffnet.
Immer erst Vakuum ablassen, bevor man das Ventil zur Pumpe öffnet.

Dies beinhaltet auch das Abschalten der Pumpe während sie mit der Chamber verbunden ist, ohne das der Absperrhahn dazwischen zugedreht ist. Beachtet man dies nicht, wird man sein frisches Extrakt höchstwahrscheinlich sofort wegwerfen können. Denn sobald die Pumpe nicht mehr läuft “zieht” das Vakuum an der Pumpe und das sich in der Pumpe befindende verdampfte Pumpenöl gelangt in die Chamber und somit auch in die Probe. Nach kurzer Zeit wird sogar flüssiges Öl wie mit einem Strohhalm in die Kammer gezogen und tropft schön auf das Konzentrat. Die Trennung von Extrakt und Pumpenöl ist nahezu unmöglich und selbst Fachleute raten davon ab, dies zu versuchen. Daher sollte man beim Purgen stets mit klarem Kopf jeden einzelnen Schritt bedenken. Also: bei geschlossenen Ventilen die Pumpe anschalten. Das Ventil zur Kammer öffnen, bis das gewünschte Vakuum erzeugt ist danach zuerst das Ventil schließen und erst dann die Pumpe ausschalten. Dieses Ventil darf dann erst wieder geöffnet werden, wenn entweder die Pumpe läuft oder das Vakuum durch ein anderes Ventil vollständig “entwichen” ist. Es kann durchaus von Vorteil sein, dies ein paar mal ohne Extrakt zu üben. Irgendwann hat man es im Kopf und der klassische Anfängerfehler passiert nie wieder.

In der Kammer selbst befindet sich das Konzentrat entweder auf hochwertigem Pergamentpapier oder noch besser auf lösemittelbeständiger PTFE-Folie, z.B. WAXY! PTFE

Niemals mehr als 50°
Niemals mehr als 50°

Die Trocknungszeit wird erheblich verkürzt, wenn man die Kammer während des Vakuumierens leicht temperiert. Über die optimale Temperatur streiten sich die Gelehrten. Ed Rosenthal empfiehlt in seinem Buch “BEYOND BUDS – MARIJUANA EXTRACTS – Hash, Vaping, Dabbing, Edibles & Medicines” eine Temperatur von 94°F-98°F, also ca. 34°C-37°C. Andere reden von ca. 50°C. Hier sollte jede letztendlich probieren, was am besten zum gewünschten Ergebnis führt. Je höher die Temperatur, desto größer die Gefahr, dass zu viele Terpene verdampfen oder das Konzentrat sich dunkel färbt und nicht stabil wird. Das Temperieren gelingt am besten mit einem Heat Pad oder mit einer Heizplatte. Die Temperatur kann dabei gradgenau eingestellt werden.

Während des gesamten Prozesses und vor allem am Anfang sollte man mehrfach das Vakuum aus der Kammer langsam entweichen und frische Luft in die Kammer strömen lassen. Hierdurch entfernt man das entwichene Lösemittel aus der Kammer und verhindert ein erneutes eindiffundieren in das Extrakt. Danach einfach ein neues Vakuum erzeugen und dabei auf die Regel von oben dabei achten!

Und wann ist das Extrakt dann fertig? Auch hier kann man keine absoluten Aussagen treffen. Natürlich dürfen keine Blasen mehr im Extrakt beim Anlegen eines Vakuums mehr entstehen, denn sie sind sicheres Zeichen für Restlösemittel.

Ed Rosenthal spricht von 24 bis 36 Stunden im Vakuum um ein gutes Shatter zu erzeugen, jedoch beeinflussen viele Faktoren dieses Wert. Sobald sich das Extrakt von dem Untergrund lösen lässt, sollte man es einmal wenden (Slab Flipping) und es auch eine zeitlang umgedreht purgen.

Nachdem Vakuumier-Prozess sollte man sein Konzentrat in einem kühlen (ca. 4°-16°C) und trockenen Raum  (<30% Luftfeuchte) curen lassen. Dies verhindert das sogenannte “Auto-Buddering” und stabilisiert den Shatter.

Danach kann man dann endlich eine Kostprobe nehmen 😉

Anmerkung: Dieser Text ruft nicht zum Hantieren mit illegalen Substanzen auf.