Jimmy Kimmel zum 710 Day

Dieses Video ist einfach nur Epic! Der Late Night Talker Jimmy Kimmel mit einem Beitrag zum 710 Day . Zum einem ist es einfach nur furchtbar lustig – “So your parents were pot smokers, too” – zum anderen zeigt es aber auch sehr schön, wie normal der Umgang mit Cannabis in den USA (teilweise) schon geworden ist. Ein lustiger Bericht, in dem nicht einmal ein Zeigefinger erhoben wird und Leute, die kein Problem damit haben, in Verbindung mit dem Thema Cannabis im Fernsehen gezeigt zu werden.

Unbedingt anschauen!

dabbing.de auf der Mary Jane 2019

Mit dem heutigen Freitag ist es noch genau eine Woche bis zur wichtigsten deutschen Messer für Cannabisliebhaber in Deutschland, die Mary Jane in Berlin.

Zum ersten Mal überhaupt auf einer Messe wird auch dabbing.de mit einem Stand vertreten sein! Es wird keinen Verkauf geben, sondern es findet eine reine Verköstigung leckerer (CBD-)Extrakte statt und natürlich möchten wir die Gelegenheit nutzen, Euch auch mal persönlich kennenzulernen! Ihr findet unseren kleinen, aber feinen Stand (mit der wohl kleinsten Chill-Lounge der Welt…) unter Deck der Hoppetosse, dem kleinen Vergnügungsdampfer, der direkt am Messegelände anlegen wird.

Das alles ist Neuland für uns und dient auch als Testballon dafür, wie gut sich ein Messeauftritt als Marketing- und Vernetzungsinstrument eignet.

Schau doch mal vorbei! dabbing.de freut sich auf Dich.

Übrigens: In den Tagen während der Messe inkl. unserer An- und Abreise (Do 20.06 – Montag 24.06) findet kein Versand statt.

Patent für Pestizidextraktion

Schwarzmarkt-Cannabis hat sicherlich seine Vorteile: Da niemand Steuern abführen muss, können die Produkte sicherlich günstiger gehandelt werden als in legalen Märkten. Zumindest, wenn Produzenten und Händler dies auch so wollen.

In legalen Märkten (zumindest, wenn alles so läuft, wie es laufen sollte) profitiert man dann aber von ausgezeichneten Wirkstoffgehalten, Qualitätskontrollen und Verbraucherschutz.

In den legalen Staaten in den USA konnten wir schon oft sehen, dass diese Vorteile zum Wohle des Konsumenten genutzt werden: Schon oft gab es Produkt-Rückrufe, weil bestimmte Schadstoffgrenzwerte überschritten wurden. Primär handelt es sich dabei um Pestizidrückstände. Meistens geht es dabei um Konzentrate, denn je nach Extraktionverfahren werden eben nicht nur Wirkstoffe aufkonzentriert, sondern eben auch die im Endprodukt verbliebenden Pflanzenschutzmittel. Deren Einsatz lässt sich vor allem im Großindustriellen Maßstab nicht immer vermeiden. Verbleiben diese dann in den Blüten werden sie bei der Weiterverarbeitung immer weitergereicht und können so gesundheitsschädliche Konzentrationen erreichen. Zurückgerufene Ware wird dann vernichtet und Hersteller, Dispensary bleiben auf dem Schaden sitzen, vom Imageverlust ganz zu schweigen.

Doch damit könnte bald Schluss sein! Capna Inc. aus Kalifornien, ein Hersteller von professionellen Ethanol-Extraktionsanlagen und Anbieter von Labordienstleistungen für die Cannabisindustrie haben jetzt ein Patent zur zuverlässigen Entfernung sämtlicher Rückstände von Pestiziden, Fungiziden und Düngemittelrückstände aus Extrakten angemeldet. Somit können im Nachhinein die Konzentrate vollständig von allen unerwünschten Chemikalien entfernt werden. Dies ermöglicht dann auch gleich völlig neue Möglichkeiten des Anbaus. Natürlich soll dies kein Freifahrtschein für die Farmer sein, um mit Pflanzenschutzmittel verschwenderisch umzugehen, aber natürlich dürfte es sehr hilfreich sein, wenn man nicht mehr drauf achten muss, dass bloß nichts in der Blüte mehr sein darf.

Die neue Technik, die mit Bentonit arbeitet wird immer wichtiger werden, denn die Grenzwerte werden in den legalen Staaten immer weiter verschärft.

Erneut beweisen uns die Amerikaner, dass sie uns in der Entwicklung um Lichtjahre voraus sind, nicht nur politisch.

Mission accomplished!

Als ich 2014 mit dabbing.de an den Start ging, war die deutschsprachige Dabbing-Community praktisch noch nicht vorhanden. In vielerlei Hinsicht war ich noch blutiger Anfänger und musste mich in so vielen Themen erstmal richtig einarbeiten. Teilweise bin ich extrem naiv an manche Sachen herangegangen. So auch bei der Suche nach dem perfekten Butan. Schon früh hatte ich einige Hersteller im Sortiment, die man bis dahin kaum oder gar nicht auf dem deutschen Markt bekommen konnte, was mich immer sehr stolz gemacht hat. Irgendwann hörte ich dann vom ominösen Puretane einem extra-reinem Gas, das speziell für Extraktionszwecke hergestellt wurde. Die “technischen Daten” dieser n-Butan-Flaschen machten mich extrem neugierig und so gehörten einige Großhändler für dieses Produkt zu den ersten amerikanischen Firmen überhaupt, zu denen ich Kontakt aufnahm. Kann ja nicht so schwer sein, ein paar Flaschen davon nach Deutschland zu bekommen. Doch ich musste sehr schnell lernen, dass das ganze nicht so einfach ist, wie ich es mir vorgestellt habe. “Feuerzeuggas” gilt natürlich als Gefahrgut und das bekommt man nicht so einfach über den großen Teich. Innerhalb der EU kann man aufgrund einer Sonderregelung Druckgasflaschen in kleinen Mengen ohne großartigen Vorkehrungen versenden, aber sobald die EU-Außengrenzen irgendwie im Spiel sind, wird das ganze wesentlich schwieriger und dementsprechend kostspieliger. Selbst in und aus unsere(m) Nachbarland Schweiz bekommt man nicht so einfach Butan versendet. Und wenn es dann noch über den großen Teich muss, dann braucht man da eigentlich gar nicht drüber nachdenken.

Meinen damaligen Plan, ein paar Kartons davon zu bestellen musste jedenfalls sehr schnell wieder aufgeben. Die meisten Großhändler schlossen es es von vorne herein aus, überhaupt außerhalb der USA zu versenden oder sie sprachen von Mengen, die zu damaligen Zeiten für mich nicht stemmbar waren.

Das hat enorm frustriert und je häufiger ich enttäuscht wurde, desto größer wurde für mich der Drang, Puretane nach Deutschland zu bekommen. Mit den Jahren wurde es für mich zum heiligen Gral, zum persönlichen Endgegner.

Doch zugegeben, ich hielt es für immer unwahrscheinlicher, jemals eine Flasche in Deutschland in der Hand zu halten. Und so fragte ich immer weniger. Doch wirklich aufgeben wollte ich nie. Und so habe ich es vor einigen Wochen erneut probiert und habe die wichtigsten Großhändler für Puretane angeschrieben. Mein Ziel war es, größere Mengen als gewohnt zu importieren. Und dieses Mal wurde ich gleich zweimal fündig! Beim ersten Händler aus den USA waren aber die Versandkosten durch den transkontinentalen Gefahrguttransport so hoch, dass der Verkaufspreis einer Dose bei fast 20€ liegen hätte müssen, um das ganze kaufmännisch sinnvoll anzubieten.

Doch mit dem anderen Händler aus Kanada konnte ich ein deutlich besseres Angebot vereinbaren und so beschloss ich, den Schritt zu wagen und bestellte das Gas in einem für mich bisher unerreichten Auftragsvolumen. Übrigens hat die Lieferung der Palette knapp 2000€ (sic!) Versandkosten gekostet, nur falls sich jemand fragt, die der recht hohe Preis zustande kommt… Zwischenzeitlich traf ich mich auf der Spannabis mit dem dem Geschäftsführer der Firma. Wir waren auf der selben Wellenlänge und vereinbarten, die Geschäftsbeziehung durch weitere Deals auszubauen. Unterdessen war das Schiff mit der Fracht bereits unterwegs zum Hamburger Hafen…

Als dies dann vor einigen Tagen dort ankam, musste ich mich erstmal mit dem Zoll rumschlagen. Bei gewöhnlichen Lieferungen aus Übersee, die ja mit dem Flugzeug kommen bin ich mittlerweile schon recht routiniert, aber beim Seeweg gibt es gleich wieder ganz andere Begriffe und Gepflogenheiten. Nach dutzenden Mails und Telefonaten mit der Reederei wurde die Palette jetzt aber endlich angeliefert und ich konnte nach knapp fünf Jahren endlich meine erste Flasche Puretane in Händen halten.

Keine Ahnung, ob Ihr Euch in meine Lage versetzen könnt, aber für mich war das wirklich ein besonderer Augenblick!

Natürlich heisst das nicht, dass ich mich jetzt ausruhen werde und ich gewissermaßen “fertig” mit dem Sortiment bin. Im Gegenteil! Es sind noch weitere spannende Produkte geplant und auch noch einige Herausforderungen zu meistern. Aber die kann ich ja jetzt angehen…

Zu Puretane im Shop.

Zahlungen mit Kreditkarte wieder möglich!

Das Thema Zahlungsanbieter hat mir schon oft Kopfschmerzen bereitet und Nächte voller enttäuschender Recherche beschert. Auf dutzende Anfragen kamen Absagen und Vertröstungen.

Ja, es ist nicht leicht in unserer Branche gute und Vorurteilsfreie Geschäftspartner zu finden. Und während man in “normalen” Shops oft aus einer Vielzahl an Zahlungsmethoden wählen kann, sieht es in der Headshop-Branche doch eher Mau aus. Das liegt daran, dass viele Unternehmen aus der Finanzbranche einfach nicht mit uns arbeiten wollen/dürfen/können. Oft sind es gar nicht die Unternehmen selbst, die die Vorurteile habe, sondern die großen Kreditkartenprovider, denen die amerikanische Finanzaufsichtsbehörde im Nacken sitzt.

dabbing.de hat es da gleich doppelt schwer. Zum einem verkaufen wir Paraphernalia (Rauchzubehör wie z.B. Bongs) und zum anderen Produkte mit CBD. Beide Produktgruppen werden von vielen Unternehmen nicht gerne angepackt. Nach langer Suche hatten wir irgendwann doch einen guten und bezahlbaren Kreditkartenprovider gefunden. Kreditkartenzahlungen machen übrigens in etwa ein Drittel des Umsatzes hier aus. Daher hat es uns dann sehr hart getroffen, als Anfang Dezember dann eine böse eMail von unserem bisherigen Zahlungsprovider kam mit der Aufforderung, sämtliche CBD-Produkte aus dem Shop zu nehmen. Gleichzeitig wolle man die Transaktionsgebühren deutlich höher setzen und ein monatliches Limit auf Kreditkartenzahlungen setzen. Begleitet wurden diese Forderungen von einer Strafzahlung von 1000€, die netterweise auch gleich von unseren Umsätzen eingehalten wurden. Frohe Weihnachten…

Das Vertrauensverhältnis war im Arsch und somit haben wir umgehend die Geschäftsbeziehungen gekündigt. Nahezu zeitgleich hat übrigens Paypal mein letztes verbliebenes Konto eingefroren. Paypal als Zahlungsanbieter war schon lange nicht mehr möglich, aber auf inoffiziellen Wege habe ich noch Zahlungen von interessierten Kunden auf diesem Kanal angenommen. Auch damit war jetzt Schluss.

Aufgrund der Wichtigkeit von Kreditkartenzahlungen wollte ich die Sache aber nicht aufgeben und habe mich erneut auf eine Intensive Recherche nach Anbietern begeben und auch wieder einige Absagen bekommen.

Auf Facebook habe ich eine Belohnung von 200€ für einen Hinweis auf einen Zahlungsanbieter, der mit dabbing.de zusammen arbeiten will ausgelobt. Der Schweizer Aktivist und Hanfbauer Andreas Maurer, Betreiner von Hemp4u Maurer, hat dann ein Unternehmen empfohlen, das in der Schweiz als einziger Zahlungsanbieter mit der CBD Branche zusammen arbeiten darf, SIX Payment Services. Ich habe mich bei denen gemeldet und bin auf ein professionelles, aber auch vorurteilsfreies Unternehmen gestoßen. Ich musste im Shop ein paar Kleinigkeiten als Bedingung ändern (z.B. den Age-Check im Bestellvorgang), aber letztendlich kam es zu einem Vertragsabschluss.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir können jetzt endlich wieder VISA, Mastercard und Co. als Zahlungsmittel akzeptieren!

Andreas hat übrigens bereits seine Belohnung überwiesen bekommen.