Niemals auf Silikon extrahieren!

So sieht man es in unzähligen YouTube-Videos

In vielen Anleitungsvideos sieht man immer wieder den selben Fehler: Es wird direkt auf eine Silikonmatte extrahiert. Man erhofft sich dadurch einen geringen Verlust, weil das Silikon ja schön antihaftend ist und man nach dem Trocknen das Extrakt sehr gut davon lösen kann.

Würdet Ihr das dabben?

Solche Fehler werden dann weitergegeben. Ich habe schon oft in diversen Foren und Facebook-Gruppen gesehen, wie Dabheads ihre Methoden vorstellen und auch munter auf Silikon sprühen.

Doch warum ist das keine gute Idee?

Zuerst einmal sei gesagt, dass vollständig ausgehärtetes Silikon in der Tat nicht durch Butan gelöst werden kann. So weit, so gut. Allerdings quillt das Silikon durch Alkane auf, weshalb Hexan (wie Butan ein Alkan mit nahezu identischen Eigenschaften) in der Industrie auch als Quellmittel explizit für Silikon genutzt werden.

Durch das Aufquellen kann das Lösemittel tief in das Silikon eindringen und dort dann nicht ausgehärtete Silikonöle, die im Gegensatz zu ausgehärtetem Silikon eben doch in Butan löslich sind, Farbstoffe oder Verunreinigungen mit ins Extrakt einbringen. Dies gilt vor allem bei günstigen Produkten, die in Foodgrade-Qualität produziert werden, aber auch bei USP6 (Medical-Grade) Silikon kann es zu Verunreinigungen kommen, z.B. durch die Farbstoffe in den Firmenlogos, Einschlüsse oder fehlerhaft ausgehärtetem Material.

Die Lösung heisst: PTFE, erhältlich bei dabbing.de

Daher sollte man in jedem Fall auf das Extrahieren auf Silikon verzichten. Silikon eignet sich durch seine Eigenschaften sehr gut zur Aufbewahrung und als Untergrund bei der Weiterverarbeitung, aber bitte erst, wenn das Butan weg ist.

Dies gilt übrigens auch für Backpapier, das auch gerne verwendet wird, denn in der Regel ist das nichts weiter als mit Silikon beschichtetes Spezialpapier.

Glücklicherweise gibt es aber ein Material, das perfekt dazu geeignet ist als Untergrund beim Extrahieren verwendet zu werden: Polytetrafluorethylen, kurz PTFE. Es ist antihaftend und zu 100% gegenüber den gängigen Lösemitteln beständig und wird ebenso nicht aufgequollen.

In eigener Sache: Umzug

Viele von Euch wissen, dass ich dabbing.de von zu hause betreibe. Zum 01.06 werde ich mit meiner Familie umziehen, im Vorfeld müssen wir einiges renovieren. Ihr kennt das… Dies wird dazu führen, dass es beim Versand zu   kleinen Verzögerungen kommen kann.

Aktuell zur Renovierungsphase werde ich bis zum Mittag hin die anfallenden Bestellungen abarbeiten, also verschicken. In der Regel werden die meisten Überweisungen gegen 11 Uhr gutgeschrieben. Sobald das alles erledigt ist, fahre ich zum neuen Domizil und beschäftige mich mit Dingen wie Streichen, Tapezieren und ähnlichem.

Daher kann ich aktuell leider entgegen der Gewohnheit Bestellungen, die am Nachmittag reinkommen erst am nächsten Morgen bearbeiten.

Sobald die gröbsten Renovierungsarbeiten abgeschlossen ist und der Internetanschluss bereit steht, wird als allererstes der Shop umziehen. Ganz ehrlich: Mir graut es schon davor 😉 Wie lange das dauern wird, kann ich schwer abschätzen. Ggf. werde ich den Betrieb ein oder zwei Tage komplett einstellen, dies werde ich aber natürlich ankündigen.

Nach dem Umzug des Shops steht dann der private Umzug an, der aber den Shopbetrieb weniger beeinflussen wird als die Renovierungsphase.

Spätestens am 01.06 ist dann der größte Stress vorbei und der Regelbetrieb wird wieder losgehen. In größeren Räumlichkeiten, so dass Interessierten endlich auch die Abholung der Ware vor Ort ermöglicht werden kann.

Für alle Unannehmlichkeiten durch verlängerte Lieferzeiten möchte ich mich jetzt schon entschuldigen und danke für das Verständnis!

Extraktionsoptimiertes Growen

Es sollte sich herumgesprochen haben: Nur aus exzellentem Blütenmaterial kann man exzellentes Konzentrat produzieren. Aber auch aus durchschnittlichem Material kann man mit den richtigen Extraktionsmethoden ein gutes Extrakt gewinnen.

Wenn man jedoch von vorne herein das Ziel hat, seine Ernte vollständig zu Konzentrat zu verarbeiten, kann man durch das Drehen an ein paar Stellschrauben ein Deluxe-Konzentrat zaubern, welches jeden Dabbing-Profi verzücken kann.

Für den kommerziellen Bereich ist der Trend zu Konzentraten durchaus ein Segen: Man kann jeden Mist (Trim, Mini-Buds etc.) verarbeiten und erzeugt trotzdem durchaus passables Konzentrat mit dem sich sicherlich mehr Geld verdienen lässt, als mit den lieblos gezüchteten Blüten. Auch muss bei der Ernte nicht so sehr darauf geachtet werden, dass die Ernte frei von Tierhaaren oder anderen Verunreinigungen ist.

Doch wenn man für den Eigenbedarf produziert, kann man seine Ansprüche schon mal um Einiges nach oben schrauben. Und diese fängt schon beim Growen an.

Wir wollen in diesem Artikel mal ein paar Tipps für Grower sammeln, die ihre Ernte für die Extraktion optimieren wollen.

Als erstes sei gesagt: Wer gute Blüten produzieren kann, ist natürlich schon auf dem besten Weg dahin, gutes Konzentrat zu produzieren. Man sollte dabei stets im Hinterkopf haben, dass man jetzt jedoch nicht mehr mit dem Ziel anbaut, schöne Buds zu züchten, sondern man ist jetzt ein “Terpen-Farmer”. Die Optik spielt jetzt eigentlich keine Rolle mehr.

Terpene werden von den Pflanzen hauptsächlich in der Nacht produziert. Daher sollte man die Ernte in jedem Fall in die Dunkelphase verlegen. Im letzten Tag vor der Ernte sollte man seine Ventilatoren abschalten und eine relativ geringe Temperatur halten. So bleiben möglichst viele der verführerischen Aromastoffe erhalten. Auch während der gesamten Blütephase sollte man die Temperatur mehr denn je im Auge behalten und Massnahmen treffen, dass sie möglichst nicht zu hoch geht. Entgegen allem, was ihr übers Growen gelernt habt, sollte man die Lampen für extraktionsoptimiertes Anbauen höher hängen als gewohnt. Zum einem reduziert das die Temperatur, zum anderen werden die Blüten dadurch fluffiger. Für die Budproduktion ist das in der Regel nicht erwünscht, zum Extrahieren bieten solche Blüten aber eine größere Oberfläche und bringen somit einen höheren Ertrag. Allerdings sollte man natürlich drauf achten es nicht zu sehr zu übertreiben und eine zu starke Minimierung des Ertrages zu riskieren.

Beim Düngen sollte man genauso wie immer der Devise folgen: “Weniger ist mehr”. Und vor allem: Spülen, spülen, spülen. Unerwünschte Chemikalien in den Blüten werden genau wie die Wirkstoffe aufkonzentriert, was sich negativ auf dem Geschmack auswirkt. Von der gesundheitsschädlichen Wirkung mal ganz abgesehen. Selbiges gilt natürlich und insbesondere für Mittel zur Schädlingsbekämpfung wie Fungizide und Pestizide.

Hat mal erstmal seine Pflanzen geerntet, sollte man entscheiden, ob man alles zu einem Konzentrat verarbeitet oder verschiedene Qualitäten/Varianten erzeugt. Und das hängt primär davon ab, was man mit dem Konzentrat erreichen will. Die Zusammensetzung der Cannabinoide ist in den Sugar Leafes anders als in den Blüten selbst. Je mehr das Material in Richtung Blätter geht, desto mehr verschiebt sich das Verhältnis THC zu CBD/CBN in Richtung CBD/CBN.

Milky Way

Wer also den reinen THC-Kick sucht, sollte die Ernte besser trennen, wer das volle medizinische Spektrum abdecken möchte, kann bedenkenlos alles gleichzeitig verarbeiten. Mit diesem Wissen im Hinterkopf kann man die Wirkung seines Konzentrates etwas steuern. Selbstverständlich hat wie bisher natürlich auch der Erntezeitpunkt einen großen Einfluss darauf. Der Erntezeitpunkt sollte gewählt werden, wenn die Trichom-Köpchen milchig aber noch nicht Bernsteinfarben sind, da sie dann die meisten Terpene enthalten.

Beim Thema Trocknung hängt es dann von der Extraktionsmethode ab: Für BHO braucht man eigentlich gar nicht trocknen wenn man Live Resin produzieren möchte, oder nur Terpenschonend das gröbste Wasser raus, bei Alkoholischer, DEXSO- oder Rosin-Extraktion ist ein sauberes Curing jedoch anzuraten um kein Chlorophyll im Extrakt zu bekommen.

Das Thema wird dank der steigenden Popularität von Konzentraten immer relevanter. Grower sollten sich also schon von Beginn an überlegen, was mit der Ernte passieren soll, um ein möglichst perfektes Endergebnis zu erreichen.

Anmerkung: Dieser Artikel soll nicht zum illegalen Anbau aufrufen. Er dient der Fortbildung oder ist für Länder gedacht, in denen Cannabisanbau legal ist. Wer mit der Gesetzgebung unzufrieden ist, sollte nicht aufhören, für eine bessere zu kämpfen.

Was kann man mit Terpenen machen?

 

Jahrelang war das THC das Molekül auf das jeder Cannabiskonsument scharf war, später wurden dann weitere Cannabinoide, allen voran CBD, in den Fokus gerückt. Mittlerweile weiß man jedoch, dass die Terpene eine wichtige Rolle bei dem Wirkspektrum spielen und zudem durch ihre unterschiedliche Zusammensetzung jeden einzelnen Strain zu etwas Einzigartigen machen. Cannabis-Entrepreneuren ist das individuelle Terpenprofil fast schon wichtiger als die Wirkung selbst.

Isolierte Terpene, sei es aus den originalen Strains direkt gewonnen (Canna-Derived) oder aus anderen Pflanzen gewonnene Terpene und den einzelnen Cannabissorten nachgestellte Terpenprofile (Non-Canna-Derived) sind der neuste Schrei in der Branche und auch bei dabbing.de erfreuen sie sich großer Beliebtheit.

Terpene direkt aus Cannabis gewonnen, eine besondere Köstlichkeit – bei dabbing.de

Wir wollen uns in diesem Artikel mal nicht den medizinischen Vorteilen der einzelnen Terpene widmen (darüber gibt es im Netz bereits genug Artikel und auch hier haben wir uns dem Thema schon sehr früh ausgiebig gewidmet), sondern ganz praktische Tipps geben, was man mit den kleinen Fläschchen mit den Aromaessenzen so alles anstellen kann.

Die bekannteste Verwendung dürfte wohl das “Aufpimpen” von Konzentraten sein. Das ist eigentlich ganz einfach: Etwas Konzentrat mit Terpenen vermischen – fertig! Beachten sollte man, dass man es mit der Dosierung nicht übertreiben sollte. Ein Tropfen Terpene auf ein Gramm Konzentrat reicht vollkommen um einen tollen, natürlichen und vor allem auch intensiven Geschmack zu erzeugen. Vor allem für minderwertige Konzentrate, die einen hohen Terpenverlust bei der Produktion oder Lagerung erleiden mussten werden so massiv wieder aufgewertet.

Doch es gibt noch viele weitere Einsatzgebiete. So können E-Liquids (egal ob sie THC, CBD oder gar kein Cannabinoid enthalten) können so besonders schmackhaft gemacht werden. Auch hier gilt: Weniger ist mehr! 1 Tropfen auf 1ml reicht vollkommen.

Aber auch Blüten (“Gras”) können mit Terpenen versetzt werden. Hierzu nimmt man ein Stückchen Küchenpapier oder Taschentuch und tropft eins, zwei Tropfen Terpene darauf. Dies legt man dann zusammen mit ca. 5g Blütenaterial in ein Schraubglas und verschliesst es fest für mindestens 24 Stunden. Minderwertiges und schlecht getrocknetes Gras wird so wieder zu etwas Besonderem.

Doch auch auf die Schnelle kann man sein Raucherlebnis verbessern: Einfach einen Tropfen Terpene ins Bongwasser (Rigwasser / Vaporizer-Wasser) und das Köpfchen (und die folgenden) bekommen den besonderen Aromakick.

Und dann wären da natürlich noch die Spezialanwendungen wie Duftkerzen, Terpen-Infused Edibles (z.B. Bier) und vieles mehr. Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Gerade die kostengünstigen Non-Canna-Terpenes laden zum Experimentieren ein.

Wichtig jedoch ist, dass man Terpene nicht unterschätzt. Die hochkonentriereten Aromen sind mit Vorsicht zu genießen. Sie sollten niemals Pur konsumiert werden und direkter Kontakt mit Haut und vor allem (!!!) den Augen sind tunlichst zu vermeiden. Erst in stark verdünnter Form entfalten sie ihr feines Aroma und ihren positiven Effekt auf die Gesundheit.

Viel Spass beim Experimentieren!

Was macht man mit den Rosin-Resten?

Die Rosin-Methode feiert gerade einen Siegeszug in Europa. Gerade Anfänger, die sich noch nicht an eine Extraktion mit Lösemitteln wagen nutzen gerne ein Glätteisen oder gar eine professionelle Presse, um ihr Konzentrat herzustellen. Und nachdem man feinstes Konzentrat aus seinen Buds gepresst hat bleiben die Typischen Gras-Plättchen übrig, die allzu oft einfach in den Mülleimer geworfen werden. Dabei kann man noch einiges mit ihnen anfangen, denn sie enthalten noch einiges an Wirkstoffen!

Hier ein paar Vorschläge:

Kapseln

Zugegeben, durch das Pressen haben die Grasreste einen recht faden Geschmack, die meisten Terpene sind verschwunden. Daher machen sie sich prima in Gelatine-Kapseln, denn dort ist der Geschmack egal. Dazu einfach Kokosfett in einem Wasserbad schmelzen, die Rosin-Chips dort reinwerfen und ein paar Stunden vor sich hin köcheln lassen. Anschließend absieben, erstarren lassen und in Gelatinekapseln füllen. Diese dann mit reichlich Wasser zu sich nehmen.

Tinkturen

Mit einem guten, reinem Alkohol lassen sich auch ganz einfach Tinkturen herstellen. Die Chips sollten dazu zuerst im Backofen decarboxiliert werden. Fein zerkleinert sollten sie dann in den Alkohol gegeben werden und dort mehrere Wochen verbleiben. Zwischendurch schütteln und am Ende abfiltrieren.

Kochen

Mit den Chips kann man auch ganz einfach klassische Cannabutter herstellen und dann phantastische Weedgerichte zubereiten

Vapen

Mit dem Vaporizer kann man noch versuchen, die letzten Reste an Cannabinoiden rauszuholen. Durch das sehr trockene Material bekommt man einen sehr dichten Dampf hin. Erwartet aber nicht den besten Geschmack…

Rauchen

Rauchen der Chips sollte wirklich die letzte Lösung sein, denn geschmacklich geben sie wirklich nicht viel her. Aber es funktioniert und man verschwendet keine Cannabinoide.