Täglicher Archiv: Terpene

Was kann man mit Terpenen machen?

 

Jahrelang war das THC das Molekül auf das jeder Cannabiskonsument scharf war, später wurden dann weitere Cannabinoide, allen voran CBD, in den Fokus gerückt. Mittlerweile weiß man jedoch, dass die Terpene eine wichtige Rolle bei dem Wirkspektrum spielen und zudem durch ihre unterschiedliche Zusammensetzung jeden einzelnen Strain zu etwas Einzigartigen machen. Cannabis-Entrepreneuren ist das individuelle Terpenprofil fast schon wichtiger als die Wirkung selbst.

Isolierte Terpene, sei es aus den originalen Strains direkt gewonnen (Canna-Derived) oder aus anderen Pflanzen gewonnene Terpene und den einzelnen Cannabissorten nachgestellte Terpenprofile (Non-Canna-Derived) sind der neuste Schrei in der Branche und auch bei dabbing.de erfreuen sie sich großer Beliebtheit.

Terpene direkt aus Cannabis gewonnen, eine besondere Köstlichkeit – bei dabbing.de

Wir wollen uns in diesem Artikel mal nicht den medizinischen Vorteilen der einzelnen Terpene widmen (darüber gibt es im Netz bereits genug Artikel und auch hier haben wir uns dem Thema schon sehr früh ausgiebig gewidmet), sondern ganz praktische Tipps geben, was man mit den kleinen Fläschchen mit den Aromaessenzen so alles anstellen kann.

Die bekannteste Verwendung dürfte wohl das “Aufpimpen” von Konzentraten sein. Das ist eigentlich ganz einfach: Etwas Konzentrat mit Terpenen vermischen – fertig! Beachten sollte man, dass man es mit der Dosierung nicht übertreiben sollte. Ein Tropfen Terpene auf ein Gramm Konzentrat reicht vollkommen um einen tollen, natürlichen und vor allem auch intensiven Geschmack zu erzeugen. Vor allem für minderwertige Konzentrate, die einen hohen Terpenverlust bei der Produktion oder Lagerung erleiden mussten werden so massiv wieder aufgewertet.

Doch es gibt noch viele weitere Einsatzgebiete. So können E-Liquids (egal ob sie THC, CBD oder gar kein Cannabinoid enthalten) können so besonders schmackhaft gemacht werden. Auch hier gilt: Weniger ist mehr! 1 Tropfen auf 1ml reicht vollkommen.

Aber auch Blüten (“Gras”) können mit Terpenen versetzt werden. Hierzu nimmt man ein Stückchen Küchenpapier oder Taschentuch und tropft eins, zwei Tropfen Terpene darauf. Dies legt man dann zusammen mit ca. 5g Blütenaterial in ein Schraubglas und verschliesst es fest für mindestens 24 Stunden. Minderwertiges und schlecht getrocknetes Gras wird so wieder zu etwas Besonderem.

Doch auch auf die Schnelle kann man sein Raucherlebnis verbessern: Einfach einen Tropfen Terpene ins Bongwasser (Rigwasser / Vaporizer-Wasser) und das Köpfchen (und die folgenden) bekommen den besonderen Aromakick.

Und dann wären da natürlich noch die Spezialanwendungen wie Duftkerzen, Terpen-Infused Edibles (z.B. Bier) und vieles mehr. Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Gerade die kostengünstigen Non-Canna-Terpenes laden zum Experimentieren ein.

Wichtig jedoch ist, dass man Terpene nicht unterschätzt. Die hochkonentriereten Aromen sind mit Vorsicht zu genießen. Sie sollten niemals Pur konsumiert werden und direkter Kontakt mit Haut und vor allem (!!!) den Augen sind tunlichst zu vermeiden. Erst in stark verdünnter Form entfalten sie ihr feines Aroma und ihren positiven Effekt auf die Gesundheit.

Viel Spass beim Experimentieren!

Mythos CO2-Extraktion

CO2-Extrakt

Ein Cannabis-Konzentrat kann man sich mit unterschiedlichen  Lösemitteln erstellen. Während die Funktionsweise von Extraktionen mit flüssigen Lösemitteln, wie die verschiedenen Alkohole und höherwertige Alkane sowie Flüssiggasen wie Butan und Dimethylether, von den meisten verstanden und nachvollziehbar sind, ist die Funktionsweise einer CO2-Extraktion für viele nicht nur ein Buch mit sieben Siegeln, sondern es ranken sich auch viele Mythen und Fehlinformationen um diese Technik.

Wir wollen uns mal näher mit der CO2-Extraktion beschäftigen und sie mit der Butanextraktion vergleichen!

Will man sich mit der CO2-Extraktion auseinandersetzen, erschrickt man erst mal vor den großen, sperrigen und vor allem auch teuren Gerätschaften, die es zudem verhindern, dass man das Funktionsprinzip auf Anhieb versteht. Dabei funktioniert die CO2-Extraktion nicht großartig anders als eine klassische Flüssiggas-Extraktion, der Unterschied ist nur, dass das Lösemittel nicht abgefüllt werden kann, sondern für den Prozess erst einmal hergestellt werden muss und es aufgrund seiner Eigenschaften besondere Voraussetzungen zum Handling benötigt.

Zuerst einmal muss man erkennen, dass entgegen weit verbreiteter Meinung die CO2-Extraktion keine Non-Solvent-Extraktion ist. CO2 fungiert als klassisches Lösemittel. Damit das farb- und geruchlose und ungiftige (!!!) Gas, das uns alle in der Atemluft umgibt, lösende Eigenschaften bekommt, muss es in den sogenannten überkritischen (auch superkritischen) Zustand überführt werden. Dieser Zustand ist neben den bekannten “fest”, “flüssig” und “gasförmig” als ein weiterer Aggregatzustand zu sehen. Die Eigenschaften liegen zwischen denen einer Flüssigkeit und einem Gas. Überkritisches Kohlendioxid hat die selbe Dichte wie die Flüssigkeit, aber die Viskosität von Gas.

Kohlendioxid nimmt diesen Zustand automatisch ein, wenn es in einem bestimmten Temperatur- und Druckbereich überführt wird. Ab ca. 31°C und 74 Bar beginnt der Prozess. Die folgende Grafik zeigt genau den Bereich des Zustandes:

Überkritisches Kohlendioxid hat starke lösende Eigenschaften (die mit höherem Druck noch steigen), zudem vermag es nahezu jeden Stoff außer Metall zu durchdringen. Das ist auch der Grund, warum sehr hohe Bedingungen an den Materialen der Extraktoren gestellt werden: Mit einer Gummidichtung kommt man nicht weit…

Hat man erst einmal den Überkritischen Zustand erreicht, funktioniert die Extraktion genauso wie alle anderen Extraktionen: Das Kohlendioxid wird durch das Cannabis geströmt, dabei löst es die Wirkstoffe (und mehr), das Gas entweicht, zurück bleibt das Extrakt. Der extreme Vorteil ist, dass das unbrennbare Kohlendioxid einen enormen Dampfdruck hat und praktisch instantan vollständig aus dem Extrakt verschwindet, ohne dass man irgendwas dafür tun muss. Keine Hitze, kein Vakuum, es verschwindet einfach, löst sich buchstäblich in Luft auf.

Extraktion mit Kohlendioxid ist übrigens nichts neues: Es wird seit Jahrzehnten für unterschiedliche Anwendungen benutzt, die bekannteste dürfte wohl das Entkoffeinieren von Kaffeebohnen sein.

Kleine Extraktionsanlage, Verkaufspreis 16.000$

Mit der steigenden Popularität von Cannabisextrakten durch legale Märkte, wurden die Hersteller von CO2-Extraktoren auf den Cannabismarkt aufmerksam. Sie nutzen es aus, dass Butan und BHO aufgrund von vielen Explosionen bei privaten Extraktionen in Misskredit geraten ist, um in den Markt Fuss zu fassen. CO2-Extraktion gilt trotz der hohen Drücke als sicher, ungiftig und sauber. Sie schafften es sogar, einen Hype unter Konzentrat-Fans zu erschaffen, die fortan nur noch CO2-Extrakte haben wollten und bereit waren, einen höheren Preis zu zahlen.

Doch sind diese Extrakt wirklich “besser” als klassisches BHO?

Viele Fachleute zweifeln das an. Beim Extraktionsprozess des sehr aggressiv wirkenden Lösemittels hat man einen recht hohen Terpenverlust. Dies führt dazu, dass die Extrakte alle sehr ähnlich schmecken und riechen. Hauptsächlich verbleiben im Extrakt Humulene and Limonene, was dafür sorgt, dass das Aroma stets ein Zitroniges und Hopfenartiges ist. Nur durch Hinzufügen von Terpenen bekommt man wieder die Varietät, die man beim klassischen BHO hat. Und gerade die Eigenschaft, dass die Extrakte alle ähnlich sind, hat vielerorts dafür gesorgt, dass beim Anbau der Pflanzen keine großen Qualitätsansprüche mehr gestellt werden, denn das, was hinten raus kommt schmeckt eh alles gleich. So entstehen Monokulturen, die durch die extern hinzugegebenen Terpene verschleiert werden. Beim BHO hingegen wird das ursprüngliche Terpenprofil des originalen Strains erhalten und man schmeckt deutlich die Charakteristik der ursprünglichen Pflanze.

Auch beim Wirkstoffgehalt der Extrakte gewinnt das BHO. Während hier THC-Werte von 60-90% normal sind, erreicht man mit COnur Werte von 50-75%. (Ausnahmen bestätigen die Regel)

Der gute Ruf von CO2-Extrakten hat schon dazu geführt, dass es Etikettenschwindel gab und BHO als CO2-Extrakt verkauft wird. Dabei muss sich Butan überhaupt nicht hinter COverstecken. Butan ist weitaus weniger giftig als viele annehmen und bei professionellen Extrakten überhaupt nicht mehr vorhanden. Wird sauber mit hochwertigen Materialen gearbeitet, erreicht man ein wesentlich besseres Endprodukt, das jeden Connoisseur ein Leuchten in die Augen bringt.

CO2-Extrakte haben viel Potential, das streitet niemand ab. Aber sie werden klassisches BHO nie verdrängen, höchstens ergänzen.

Das weltweit erste Terpene Infused Beer

UnknownMachen wir uns nichts vor: Was die sogenannten “Volksdrogen” angeht überholen uns die Staaten aktuell in jeglicher Hinsicht. Beim Cannabis hat der immer größer werdende legale Markt dafür gesorgt, dass es immer mehr innovative Produkte wie Edibles oder hochreine Konzentrate gibt. Aber auch bei der weltweiten Volksdroge #1, dem Alkohol, überholen die Amerikaner uns im Eiltempo. Und das ausgerechnet bei des Deutschen liebsten Freund, dem Bier!

Noch vor wenigen Jahren galten amerikanische Biere als wässrig und uninspiriert. Gerade die amerikanische Version des Budweiser (das seit neustem gar nicht mehr “Budweiser” sondern “America” heisst) war ein Sinnbild für schlechte amerikanische Brautradition. Doch die Zeiten haben sich geändert!

Während hierzulande die Brauereilandschaft immer mehr durch Firmenübernahmen schrumpft und die Biere immer mehr dem vermeintlichen Massengeschmack angepasst werden und dadurch praktisch jedes Bier gleich schmeckt, hat sich in den U.S.A. eine engagierte Szene von Klein- und Kleinstbrauereien gebildet, die hochwertige Liebhaberprodukte produzieren und auf internationalen Brauereiwettkämpfen einen Preis nach dem Anderen absahnen. Auch wenn es gerade deutsche Biertrinker ungern hören: Amerikanische Craft Beers gehören zu den besten der Welt. Und ausgerechnet das so hochgelobte deutsche Reinheitsgebot erweist sich immer mehr als Innovationshemmer.

Bier und Cannabis führen eine Hassliebe. Zum Einem gehören Hanf und Hopfen zur selben Pflanzenfamilie sind also eng miteinander verwandt und haben teilweise sogar sehr ähnliche Terpenprofile. Das merkt jeder, der mal an einer frisch geöffneten Flasche Bier mit hohem Hopfenanteil riecht. Zum Anderen sind viele Cannabiskonsumenten skeptisch beim Thema Alkohol, da sie die negativen sozialen Aspekte des Alkoholkonsums sehen. Und der Mix von Alkohol und THC ist oft nicht wirklich empfehlenswert. Aber eines ist sicher: Die Popularität von Bier und Cannabis weltweit ist ungebrochen. Und Craft Beer-Liebhaber und Cannabis-Connaisseure ähneln sich doch sehr.

So war es doch nur eine Frage der Zeit, bis diese beiden innovativen Branchen an einem gemeinsamen Strang ziehen.

Und so haben sich jetzt Jetty Extracts und die Thorn Street Brewery, beide beheimatet in San Diego (Kalifornien) zusammen getan und das weltweit erste Terpene Infused Beer kreiert. Das “OG HighPA” wurde mit den Terpenen vom grandiosen Pineapple Kush gebraut. Ziel war es also nicht ein THC-haltiges Bier zu erstellen (immerhin gibt es sowas bereits) sondern die Aromen von Cannabis und Bier zu verknüpfen. Das Resultat dürfte nicht nur eine Versöhnung zwischen Kiffern und Bierfans sein, sondern auch wirklich außergewöhnlich schmecken. Es enthält genau 4,20% Alkohol…

In Deutschland wäre das Produkt zwar legal, dürfte sich aber aufgrund des Reinheitsgebotes nicht “Bier” nennen.

Leider ist das “OG HighPA” vorerst nur in einer Kleinstserie gebraut worden und ist nur in der Brauerei und in einigen Restaurants in der Umgebung erhältlich. Würde ich gerne mal importieren…

Konsistenz und Farbe von BHO

2qc1e04Früher war alles einfach: Es gab Gras und Hasch. Und manche hatten auch schonmal von Haschöl gehört. Die Glücklichen bekamen es auf dem Schwarzmarkt, die Klugen machten es sich selber: Mit ner Coladose (ohne Pfand…) und dem billigen Feuerzeuggas aus der Tanke. Über Qualität und Reinheit hat man sich keine Gedanken gemacht. Früher war eben nicht alles besser.

Heute wird man durch die Vielzahl an Erscheinungsformen der Konzentrate oft überfordert: Honeycomb, Budder, Shatter, Crumble…

Und selbst wenn man (scheinbar) immer das selbe Herstellungsverfahren anwendet, gleich doch kein Konzentrat dem anderen: Manch sind hellgelb, andere dunkel-Bernsteinfarben. Die einen kann man bei Raumtemperatur problemlos in die Hand nehmen, andere sind superklebrig und lassen sich nicht mehr aus den Rillen in den Fingerkuppen entfernen.

Wir wollen einmal ein paar Aspekte aufzählen, die die Farbe und Konsistenz Eures Konzentrates beeinflussen können.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Farbe und die Konsistenz nicht unbedingt ein Qualitätskriterium sind. Es gibt hervorragende Konzentrate, die superklebrig und tiefbraun sind. Ebenso gibt es langweilige Produkte, die eine hohe Stabilität besitzen. Daher sind alle Aussagen als Tendenz zu sehen.

Extrakte aus Ernteresten (Trim-Run) sind in der Regel dunkler. Selbiges gilt für altes Ausgangsmaterial. Beide dürften mangels ausgewogenem Terpenprofils eher langweilig schmecken. Aber auch dunkle und “Purple” Strains erzeugen auch in der Regel ein dunkleres Konzentrat, weshalb klar sein sollte, dass die Farbe nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal ist.Eine hohe Klebrigkeit kann viele Gründe haben: Zum einem könnte das Ausgangsmaterial zu feucht oder unzureichende fermentiert sein. Oder aber das Konzentrat wurde nicht ausreichend gepurged. Und auch das Verwendete Gas hat einen Einfluss auf die Klebrigkeit: n-Butan hat im Gegensatz zu iso-Butan eine leichte Fähigkeit, polare Flüssigkeiten zu lösen, was sich in einem höheren Feuchtigkeitsgehalt im Konzentrat niederschlägt. Und natürlich entscheidet das Quellmaterial selbst, wie das Endprodukt aussieht. Gerade Sorten mit einem hohen CBD-Gehalt und bestimmte Terpene neigen zu einer starken Klebrigkeit.

Auch wenn das Ergebnis immer eine Überraschung ist, kann man doch durch drehen an verschiedenen Stellschrauben das Ergebnis beeinflussen. Meiner Meinung nach ist neben dem Konsum das Experimentieren mit verschiedenen Fertigungstechniken ein spannendes Betätigungsfeld. Den eigenen Forscher in sich zu wecken und sich ständig zu verbessern und dabei einen großen Erkenntnisgewinn zu machen kann zur wahren Sucht werden.

Die Welt der Terpene (und Terpenoide)

Milky trichomesBis vor wenigen Jahren war das THC das Einzige, worauf man beim Cannabis geachtet hatte. Kannte man den Wert und war er hoch genug, war der Konsument zufrieden. Mit der “Medical Revolution”, der intensiveren Forschung, die nicht mehr auf das Suchtpotential hin betreiben wurde und natürlich den immer mehr werdenden legalen Märkten trat aber ein Wandel ein.

Zuerst rückte dabei das CBD in den Vordergrund. Hier wurde ein ähnlich großes Potential gesehen, sowohl für die Einzelsubstanz, als auch im Zusammenspiel mit dem THC. Daneben wurden auch viele andere Cannabinoide untersucht.

Der neuste Schrei sind die Terpene und Terpenoide. Es ist noch nicht lange her, da schenkte man ihnen kaum Beachtung. Sicher, es war immer klar, dass sie für den individuellen Geruch und Geschmack der verschiedenen Strains zuständig sind, aber dass auch in ihnen ein viel größeres Potential steckt als man denkt ist eine relativ neue Erkenntnis.

Heute ist es so, dass Terpene und Terpenoide ein immer wichtigeres Thema werden. Und dies gilt für den Recreational-Bereich und für den medizinischen Konsum gleichermaßen.

Alle Terpene und Terpenoide, die im Cannabis enthalten sind und enthalten sein können, aufzuzählen wäre ein Ding der Unmöglichkeit. Wir wollen uns mal um einige der Wichtigsten kümmern:

  • Pinene: Kommen in nahezu allen Strains vor. Erzeugen einen Geruch, der in Richtung Nadelbäumen (vgl. Namensgeber “Pinie”) geht. Kommt außerdem auch in Dill, Fenchel, Koriander, Rosmarin und Kümmel vor. Medizinische Benefits: Antibiotisch, Entzündungshemmend, erweitert die Bronchien und ist somit hilfreich bei asthmatischen Erkrankungen. (Wikipedia-Artikel)
  • Myrcene: Typischer Hopfengeruch. Myrcen ist dafür verantwortlich, dass Hopfenlästige Biere vom Geruch her an Gras erinnern. Manche Hopfensorten enthalten bis zu 70% Myrcen. Medizinische Benefits: Analgetikum, Antitumoreffekte, wirkt beruhigend und verschiebt das High des THC in Richtung “Couch-Lock-Effekt” (Wikipedia-Artikel)
  • Limonene: Dürfte wohl die bekanntesten Terpene sein. Kommen massiv in Zitrusfrüchten vor, der Charakteristische Zitrusduft ist unverwechselbar. Schützt die Pflanze vor Schädlingen. Medizinische Benefits: Antibakteriell, fungizid, Antitumoreffekte, entzündungshemmend, antidepressiv und angstlösend, cholesterinsenkend und ein gutes Mittel gegen Gallensteine. (Wikipedia-Artikel)
  • Caryophyllene: Erzeugt einen würzigen Geruch, kommt auch im schwarzem Pfeffer, Zimt und Nelken vor. Caryophyllene sind Cannabinoide, die ans Endocannabinoidsystem andocken. Medizinische Beneftits: stark entzündungshemmend, neuroprotektiv, antidepressiv und angstlösend, hilft bei Arthritis, Antitumoreffekte, antibakterielle , Fungizid, hilft bei Magen-Darm-Problemen. Von großer Bedeutung aufgrund seiner Fähigkeit, an den CB2-Rezeptoren anzudocken! (Wikipedia-Artikel)
  • Humulene: Ein Isomer der Caryophyllene. Erzeugt einen holzigen Geruch. Medizinische Benefits: Schmerzlindernd, Appetitzügelnd und somit gut zur Gewichtsreduktion

Die für jeden Strähn individuelle Zusammensetzung der Terpene und Terpenoide nennt man “Terpenprofil”. Beim sorgfältigen Erstellen von Extrakten bleibt das Terpenprofil wie in der Ursprungsblüte erhalten. Allerdings muss man dabei beachten, dass Terpene leichtflüchtig sind (sonst würden sie ja auch nicht riechen), weshalb ein Arbeiten bei möglichst niedrigen Temperaturen während des gesamten Herstellungsprozess unabdingbar ist. Arbeitet man mit zu hohen Temperaturen verflüchtigen sich viele Terpene und der feine, ausgewogene Geschmack verschwindet zugunsten eines schnöden, dumpfen Hasch-Geschmacks. Auch das Lagern sollte bei möglichst niedrigen Temperaturen Terpenegeschehen, um die Terpene im Konzentrat zu halten.

Terpene und Terpenoide sind das i-Tüpfelchen im Konzentrat. Sie erzeugen das einzigartige Aroma, das eine Geschmacksexplosion beim Dabben hinterlässt, die man durch Rauchen von Cannabisblüten niemals erreichen kann. Terpene sind der heilige Gral der Konzentratliebhaber. Nicht umsonst nennen sich viele von ihnen “Terp-Hunter”.

Terpene und Terpenoide machen einen Großteil des Reizes von hochwertigen Konzentraten aus. Es lohnt sich, ein Augenmerk darauf zu legen!