Täglicher Archiv: Titan

Sicheres Dabbing mit Titannägeln

Niemals zu heiß dabben!

Titan ist zweifelsohne ein besonderes Material. Aufgrund der Reinheit, Beständigkeit und Bioverträglichkeit ist es nicht ohne Grund in der Medizin ein sehr weit verbreitetes Material. Und auch beim Dabbing gehört es zu den favorisierten Werkstoffen zur Herstellung von hochwertigen (und vor allem auch im Vergleich zu Keramik und (Quarz-)Glas bruchfesten Nails.

Titannägel haben den Vorteil, dass sie die Temperatur gut und lange halten können, neutral schmecken und im Idealfall schick und edel aussehen.

Doch trotz den gut geeigneten Materialeigenschaften gibt es Einiges, was man beim Dabben beachten sollte, um ein möglichst positives Dabbing-Erlebnis zu garantieren, mittel- sowie unmittelbar. Über die Vorbereitung vor dem ersten Dab haben wir bereits geschrieben, nun wollen wir uns mal mit dem Dabbing selbst beschäftigen.

Titan, das im Reinzustand praktisch nicht in der Natur vorkommt, bildet nach der Herstellung eine schützende Oxidschicht aus TiO (Titan(mono)oxid). Das darunter liegende Titan wird so vor äußeren Einflüssen (Korrosion) geschützt. Solange diese Schicht auf dem Nagel verbleibt ist dies absolut kein Problem. Man sollte allerdings zusehen, dass beim beim Auftragen des Konzentrats nicht zu stark an der Oxidschicht kratzt um nicht versehentlich Oxidpartikel zu inhalieren.

Sobald allerdings die Temperatur des Nagels auf über 880°C (ca. 1600°F) steigt, beginnt das Titan (trotz der darüberliegenden Oxidschicht) mit dem Luftsauerstoff zu reagieren. Dabei entsteht dann TiO(Titandioxid), das inhaliert karzinogen wirkt. Daher sollte man übermäßiges Erhitzen des Nagels in jedem Falle vermeiden, auch das beliebte “Ausbrennen” eines benutzen Nagels sollte daher dringenst unterlassen werden, zumal der Seasoning-Vorgang dann wiederholt werden müsste. Überschüssige Konzentratreste entfernt man am besten mit einem fusselfreien Wattestäbchen, wie z.B Glob Mops. Titandioxid ist recht gut zu erkennen, da es den Nagel schneeweiß färbt. Apropos Farbe: Ein buntes Verfärben des Nagels ist vollkommen normal und kein Zeichen minderwertiger Qualität des Materials.

Dies ist auch der Grund, warum man beim Dabben auf Gasbrenner aus dem Baubereich verzichten sollte: In den verwendeten Kartuschen befindet sich meist hauptsächlich Propan und weniger Butan. Das verwendete Mischungsverhältnis erzeugt eine wesentlich höhere Flammtemperatur als “gewöhnliches” Feuerzeuggas. Daher ist es empfehlenswert, auch beim Dabben das selbe hochwertige Gas wie beim Extrahieren zu verwenden. Doch bitte nicht falsch verstehen: Auch mit Butan schafft man es, einen Nagel auf über 880°C zu erhitzen – es dauert nur etwas länger… Mit reinem Propan könnte man es sogar schaffen, den Nagel komplett zum Schmelzen zu bringen, dann kann einem das entstandene Titandioxid aber egal sein. 😉

Das mag jetzt alles sehr dramatisch klingen, aber Titan ist und bleibt ein gutes und hochwertiges Material, an dem man bei richtiger Anwendung lange seine Freude hat.

Und letztendlich wissen wir sowieso, dass Low Temp-Dabbing immer vorzuziehen ist.

Übrigens: Die besten Nägel aus Titan kommen von Highly Educated!

Temperaturen für Dabbing-Connaisseure

Es könnte so einfach sein: Extrahieren und nachdem das Gröbste raus ist erhitzen bis sich kein Lösemittel mehr im Extrakt befindet und dann dabben.

Das geht sogar, aber das Resultat dürfte auch den anspruchslosesten Dabhead nicht befriedigen: Sieht scheiße aus, schmeckt scheiße, wirkt scheiße – ist scheiße. Der Grund dafür ist ganz einfach: Konzentrate mögen keine hohen Temperaturen während der Herstellung. Die für das Aroma zuständigen Terpene sind leicht flüchtig und verlassen das Konzentrat schneller als einem lieb ist. Zudem werden Zerfallsprozesse gestartet, die die Qualität massiv ruinieren.

Daher sollten stets bestimmte Temperaturen beachtet werden, um ein Qualitätsprodukt zu erreichen, das Eure Geschmacksrezeptoren tanzen lässt. Wir haben sie für Euch in einer Grafik zusammengestellt.

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