Legalisierung in Kanada: Konzentrate bleiben Illegal

Legalisierung – der feuchte Traum eines jeden Kiffers, das Ziel eines jeden Aktivisten. Ist sie erstmal erreicht, ist man am Ziel seiner Träume und kann sich fortan berauschen wo, wann und wie man will.

Doch ganz so einfach ist es nicht. Die Legalisierung ist kein fest definitiertes Ereignis, sondern ein evolutionärer Kompromiss, mit dessen Ergebnis manch einer nicht zufrieden sein wird.

Bleiben vorerst illegal: Cannabis Konzentrate in Kanada

So auch in Kanada. Eine landesweite Legalisierung des Freizeitkonsums. Das ist doch mal was. Bislang gab es das noch nicht in einer Industrienation, außer vielleicht in manchen Bundesstaaten der USA.

Doch Konzentratfans dürften erstmal dumm aus der Wäsche schauen: Dabbing wird nicht Teil der Legalisierung in Kanada sein! Vorerst werden nur Blüten legalisiert und kontrolliert abgeben werden, Shatter, Wax, Destillate und Co. wird man in den Dispensaries vergeblich suchen können.

Das liegt daran, dass die federführende Behörde des Landes, Health Canada, sich auf eine unzureichende Kenntnislage bei Konzentraten beruft. Man wisse zu wenig über mögliche Risiken von hochkonzentrierten Extrakten und wie die gesundheitlichen Auswirkungen vor allem von Vapepens ist. Daher wird man den Handel wohl auch weiterhin dem Schwarzmarkt überlassen, der auch heute schon wohl den Großteil des Umsatzes mit Konzentraten verdient.

Absurd wird das Ganze dann noch, wenn man bedenkt, dass in den medizinischen Dispensaries, die es in Kanada schon seit Jahren gibt, Konzentrate und Destillat-Cartridges vollkommen problemlos erhältlich sind. Warum Extrakte für Patienten also vertretbar sind, für gesunde Freizeitkonsumenten aber nicht, kann offensichtlich keiner erklären.

Ganz so rosig, wie es sich viele Cannabisenthusiasten für Kanada erhofft haben wird es dann doch nicht so sein. Der Schwarzmarkt wird weiterhin florieren und die Konsumenten werden weiterhin bevormundet.

 

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